Rückblicke, Einblicke, Ausblicke Mai 2018

Hallo miteinander, 

 

der sonnige Mai nähert sich schon mit großen Schritten seinem Ende. Also ist es Zeit für mein monatliches Resümee. So viel Neues gibt es dabei gar nicht zu berichten. Immerhin habe ich zum Würfelspiel gerade erst einen kleinen Einblick - hah, siehe Reihentitel - geliefert.

 

Was treibt mich also derzeit um?

Mein liebes Würfelspiel. Derzeit habe ich damit etwas zu kämpfen. Ich liebe dieses Projekt, aber es ist auch sehr lange her, dass ich damit begonnen habe. Und ehrlich, hier und da...

Sagen wir: Die frisch gebackene Herzogin von Sussex hat angerufen. Sie möchte ihre Schleppe wiederhaben. Wenn wir nicht mehr von Bandwürmern, sondern von Tatzelwürmern inklusive Schwippschwagern und Cousinen dritten Grades reden, dann sind wir bei Raik Anno 2009. 

Nebenbei baue ich außerdem die Datenbank zu diesem Projekt auf. Damals hatte ich so etwas Schickes schließlich noch nicht. ;) Es macht eine Menge Arbeit, aber am Ende lohnt es sich, da ich auch winzige Informationen schnell und einfach wiederfinde. Das gilt besonders, wenn ich an einem Projekt länger nicht gearbeitet habe und Fortsetzungen geplant sind. 

Übrigens: Beim Würfelspiel nimmt das Ganze schon üble Ausmaße an, aber fragt mich mal bitte nicht nach der Sunda-Datenbank... 


Wie meine Datenbank aussieht? Wie eine private Wikipedia. Heißt, es gibt Texte, die mit Querverweisen gespickt sind, in erster Linie Charakterbeschreibungen, aber eben auch Skizzen von Örtlichkeiten, Hintergrundmaterial, Fotos, technische Daten, im Falle der Fantasy-Romane die Beschreibungen der Städte, Götter, Kulte, Fauna, Flora, Geschichte usw. 

Bevor nun jemand fragt: Nein, da darf man als Leser nicht reingucken. *lach* Da stecken nämlich auch alle sämtliche Spoiler drin. 

Des Weiteren arbeitet meine Lektorin im Hintergrund am Lektorat von Find me, keep me. Ich bin sehr gespannt, was mich da erwartet, da wir zwei das erste Mal zusammen arbeiten. Gefühlt nimmt man von jedem neuen Lektor etwas Neues mit, und ich bin sehr neugierig, was es dieses Mal sein wird. 
Was haltet ihr eigentlich von Vorschauen zum Roman hier auf dem Blog? Nervig oder doch spannend? 


An dieser Stelle möchte ich übrigens schon einmal eine Runde Danksagungen loswerden:

Vielen lieben Dank an meine Wichtel Anja, Babs, Tanja, Thorsten und Vreni fürs Beantworten stellenweise alberner Fragen rund um das Thema Kind, Jugendschutz, Ämter und all den Klimbim, der mit diesem Themenbereich einhergeht. Meine Erfahrungen auf diesem Sektor liegen zwanzig Jahre zurück und sind von pubertärer Sturheit vernebelt. Und nur, weil ich zwei saucoole Neffen habe, bin ich in Sachen Schule, Kindergarten und Co. dann doch nicht wirklich up to date.

(Mein Job ist es schließlich, Lego und Schlagzeugnoten zu besorgen und mit den beiden und zwei Hunden durch die Gegend zu stromern, ohne dass die vier sich ineinander verheddern. *g* Einschulungen beklatsche ich nur, organisiere sie aber nicht.) 

So weit also von hier. Ich schaue gerade aus dem Fenster, stelle fest, dass es regnet und bin gar nicht so böse darum. In letzter Zeit wurden wir wirklich sehr von der Sonne verwöhnt. Ich trage inzwischen meinen Kleiderschrank in Form von verschiedenen Bräunungslinien auf der Haut, aber der Sonnenhunger ist nach dem miesen Sommer 2017 am Niederrhein noch lange nicht gestillt. Daher bin ich immer ganz froh, wenn es mal regnet, solange ich am Rechner bin. Dann jammert es in mir wenigstens nicht dauernd "Ich will raaaaaaus".

Oh, und seit gestern habe ich endlich wieder ein Fahrrad und damit ein Stück Mobilität zurückgewonnen. Hab schon einen ersten Ausflug mit Rumo gemacht - Triton ist inzwischen leider zu krüppelig, um am Rad zu laufen - und habe mich gefreut, dass weder er noch ich verlernt haben, im Team durch die Gegend zu sausen. 

 

Achso, für die, die es nicht wissen: Rumo und Triton sind unsere Hunde.

Ersterer ist nach dem gleichnamigen Roman von Walter Moers benannt, weil er als Welpe eben... ja, ein Rumo war. Neugierig, aufgepuschelt, ein bisschen schissig. Ein großer Kämpfer ist er allerdings Gott sei Dank nicht geworden, sondern nur ein putziger Podenco-Mischling, der am liebsten den ganzen Tag lang rennen würde. Daran hat sich immer noch nichts geändert, auch wenn er inzwischen acht Jahre alt ist. 

Triton ist kein Kuvasz wie sein Vorbild aus einem gewissen Roman, sondern ein heller und sehr kurzbeiniger Labrador mit Migrationshintergrund. Seine ersten Lebensjahre hat er in Ungarn verbracht, und was er dort alles erlebt hat, möchte ich lieber gar nicht wissen. Es hat auf jeden Fall Spuren hinterlassen. Inzwischen ist er neun oder zehn und hat ein paar Gelenkprobleme. Dass er immer noch spielt wie ein Welpe und sich dabei wie ein Brummkreisel um sich selbst dreht, hilft den Gelenken nicht, aber es macht ihn glücklich. ;) 

 

Und wenn ich schon beim Vorstellen bin, möchte ich auch unsere anderen beiden Mitbewohner nicht unter den Tisch fallen lassen.

Pieps und Rumpel wohnen seit einen gutem Jahr bei uns und sind wirklich weit gereist. Ihre Mama Sookie war eine Straßenkatze in Chile, wurde von lieben Menschen aufgenommen und durfte bei ihnen ihre beiden Kitten gebären. Nachdem diese lieben Menschen nach Deutschland zurückkehrten, wollten sie die Katzen nicht dalassen, konnten aber an ihrem neuen Wohnort nicht alle drei halten. Also durften wir Rumpel und Pieps übernehmen. Beste Entscheidung ever!

Pieps ist meine kleine Göre und gleichzeitig die absolute Herrin des Hauses. Was rede ich: die Kaiserin! Sie herrscht über das Tierreich. Von ihren Launen hängt ab, ob ihr Bruder und die Hunde ungeschoren von einem Raum in die anderen kommen. Das schwankt zwischen generösem Durchwinken und fauchendem Inferno. Zu uns ist sie aber einfach nur lieb. Sogar beim Tierarzt.

Ihr Bruder Rumpel ist vor allen Dingen schön, ein großartiger Jäger und sehr, sehr lieb. Und ein bisschen hohl. Und ein Schreihals. Und ein Kampfschmuser. Und ein Klops, wenn er auf meinen Beinen einschläft. 

Wir haben es hier übrigens mit sprechenden Namen zu tun. Pieps quakt statt zu Miauen und Rumpel haut einem beim Schmusen schon mal gern den ganzen Kopf an die Nase oder fällt einem wie ein nasser Sack vom Schoss. 

 

Inzwischen bilden die vier ein richtiges Quartett, regiert von Milady Pieps vom Libellenfang. Manchmal weiß ich nicht, ob ich über die vier lachen oder den Kopf schütteln soll...

 

Okay, das soll's für heute gewesen sein. Mich zieht's ins eisige Germanien.
Ich wünsche euch allen ein tolles Wochenende!

Beste Grüße, 
Raik 

 

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Piccolo (Donnerstag, 24 Mai 2018 18:48)

    Hey Raik,

    wie immer ein sehr interessanter und spannender Beitrag.

    Auf deinen neuen Roman bin ich echt neugierig, wobei ich aber fast glaube, dass er nichts für mich sein wird. Was ich so entnommen habe, geht es sehr viel um Kinder und das liebe Jugendamt. Nichts gegen deine Schreibkunst, aber das erinnert mich bisher zu sehr an die vergangenen Jahre und ist absolut kein gutes Thema für mich und wird es auch niemals sein. Ich lasse mich aber gerne von deinem Werk vom Gegenteil überzeugen.

    Zu deiner Frage wegen den Vorschauen neuer Romane. Immer her damit. Ich finde sowas ganz toll.

    Ach ja, die lieben Haustiere. Sie sind echt was wunderbares. Ich bedauere es sehr keine mehr zu haben. Ihnen und euch wünsche ich noch sehr viele gemeinsame und glückliche Jahre.

    Viele Grüße
    Piccolo

  • #2

    Raik (Montag, 04 Juni 2018 11:19)

    Hallo Piccolo,

    das Problem mit Büchern mit schwierigen Themen ist - selbst wenn sie nur im Randbereich auftauchen - ist, dass sie manchmal wehtun. Und wenn sie in eine schon vorhandene Wunde schlagen, dann kann das dazu führen, dass man sie weglegen muss. Das ist natürlich schade, aber ganz ehrlich? Man muss nicht an jeder Wunde rumfummeln, glaube ich. Schon gar nicht an denen, die noch entzündet sind.

    Ich konnte mich zum Beispiel lange nicht mit dem Thema Krebs auseinandersetzen. Das ist inzwischen besser geworden, aber ich kann mich erinnern, dass ich beinah "Guardians of the Galaxy 1" - einen Film, den ich LIEBE - beim ersten Mal ausgemacht hätte, nur weil da in den ersten Minuten eine Krankenhausszene mit einer sterbenden Frau zu sehen war.
    Hysterisch? Vielleicht. Aber es war in dem Augenblick wie ein Schlag in den Magen. Und wäre es so weitergegangen, HÄTTE ich abgeschaltet. Weil das nicht sein muss.

    Was ich sagen will: Zwing dich zu nichts. Schau rein, warte, lass es ganz. Niemand hat etwas davon, wenn du in irgendeinen Abgrund fällst. Ich auch nicht. :-*

    Die lieben Haustiere... sind manchmal gar nicht so lieb. Aber ja, ich hoffe auch, dass sie uns noch lange sehr lange begleiten werden. =) Sie machen den Haushalt vollständig. Und den Garten. *kätzchen aus dem Beet zupf* +*g*

    GLG
    Raik

  • #3

    Anita (Sonntag, 10 Juni 2018 10:00)

    Moin Raik,

    Du weißt, ich freu mich auf jedes neue Buch von Dir und Juli steht ja fast schon vor der Tür :).
    Ich bin sehr gespannt, wie Du das Umfeld "Ämter, Sorgerechte o. ä. und Kinder" mit einbringst; ein sensibles Thema und es ist sicherlich nicht so einfach, beiden Seiten gerecht zu werden.

    Zum Würfelspiel ... es beruhigt mich immer ungemein, wenn Du da fleißig bei der Arbeit bist :). Und kürz nicht so zu viel, ich mag sie, diese ewig langen Sätze und Beschreibungen und sowieso; also wirklich. Da ich schon dabei bin, ich hätte bitte gerne mehr als nur einen Band, wie wäre es mit zwei oder drei Büchern, die Coverrücken könnten doch z. B. eine wunderbare Landschaft ergeben oder so, im Bücherregal macht sich sowas unheimlich gut, wie Du selbst sicherlich weißt... wie gesagt, ich nehme gerne mehr und Platz ist immer!

    So, bevor ich mich endgültig im Schwärmen verheddere, raus in die Sonne.
    Liebe Grüße, genießt das tolle Wetter und das Restwochenende :)

    Anita



    So, bevor

  • #4

    Raik (Dienstag, 19 Juni 2018 12:37)

    Liebe Anita,

    tja, ich kann auch nur hoffen, dass ich der ganzen Thematik gerecht geworden bin, wobei ich vermute, dass hier evtl. ein etwas anderer Eindruck entstanden ist, als das Buch am Ende hergibt. Aber das wird sich zeigen. ;) Auf jeden Fall ist es ein sehr sensibles Thema und ich hoffe wirklich, dass ich allen Parteien gerecht geworden bin.

    Was das Würfelspiel angeht: Ich fürchte, ich kann da noch nichts versprechen in Sachen Veröffentlichung. Es hat sich seit den ersten Kapiteln wirklich SEHR viel an meiner Schreibe geändert. *g* Entsprechend ist es doch recht aufwendig, meinen aktuellen Anspruch an mich selbst zu erreichen.
    Auch wie das Buch am Ende aussehen wird, steht noch in den Sternen. Natürlich wäre mir auch ein mehrbändige, am besten in Leder gebundene Sonderausgabe am liebsten.
    Doch leider Gottes können wir uns alle nicht vor der Realität verschließen: Die Printzahlen sind komplett eingebrochen. Wir reden inzwischen von etwa 10 Prozent vom Gesamtumsatz. Der Rest sind Ebooks. Wir sind jetzt bereits an dem Punkt, an dem sich die gedruckten Bücher im Grunde nicht mehr rechnen, weil die Auflagen einfach zu klein sind.
    Dennoch wird Cursed mit Sicherheit alles tun, um eine schöne Ausgabe zusammenzustellen. Denn auch da sitzen ja echte Papierfans, die diesen Markt nicht aufgeben möchten.

    Ich wünsche dir eine tolle Woche und ganz liebe Grüße
    Raik