NaNoWriMo 2017 - ein Tagebuch

Guten Morgen miteinander, 

es hat wieder begonnen, das große Spektakel rund um Statistiken, Zahlen und hingeworfene Hashtags. Und auch ich bin nach einer Pause im Juli im November wieder dabei und stürze mich in den NaNoWriMo 2017. 
Für diejenigen, die noch nie davon gehört haben: Dabei handelt es sich um einen international organisierten Schreibmarathon, während dem Autoren und Schreibwütige aller Genres versuchen, ein gewisses Wortziel zu knacken. Und da wir wahrscheinlich alle einen kleinen Prokrastinierungsteufel in uns haben und uns im Rudel besser motivieren, fliegen während des "NaNos" die Wörter hoffentlich nur so in die Dokumente. 

 

Während viele Kollegen schon heute Nacht losgelegt haben, fällt mein Startschuss wirklich erst heute Morgen. (Hey, gestern Nacht war ich noch mit Schlammbowle und dem Zusammenhalten meines Halloween-Kostüms beschäftigt.) Ich bin sehr gespannt, wie gut oder schlecht es bei mir laufen wird. Ich habe dieses Jahr erschwerte Bedingungen, da ich mir den NaNo zeitlich nicht ganz freischaufeln konnte und wollte. Heißt, wir haben eine Renovierung und eine Baumfällaktion vor uns und das Haus zeitweilig voll liebem Besuch. Daher wird man sehen, ob ich die 50.000 Wörter knacken kann, geschweigen denn die 75.000 vom letzten Jahr. Wir werden sehen! 

Wie es auch laufen mag: Auf dieser Welle findet ihr kurze Tagesabrisse aka Gejammer. ;)

 

  • Tag 1: Das wäre geschafft. Im Gegensatz zur ursprünglichen NaNo-Idee habe ich heute kein neues Projekt angefangen, sondern mein aktuelles weiter "beackert". Ich bin sehr zufrieden, auch wenn ich immer wieder erstaunt bin, wie viel die echten Vielschreiber an einem Tag runterreißen können. Davon bin ich sehr weit entfernt, aber mit rund 4000 Wörtern habe ich auf jeden Fall schon mal ein kleines Polster für schlechtere Tage rausgearbeitet. 
  • Tag 2: Joah. Ja. Joah. Ich bin ganz zufrieden, aber ehrlich: Wenn man schon mit dem Laptop ins Wohnzimmer flüchtet, weil es einem im Büro zu unruhig ist, dann hat das ja seinen Grund. Es hilft dann nicht, wenn sämtliches Getier sich an einen ranschmeißt und unbedingt kuscheln will. Eingeschlafene Beine bis hoch zum Hintern. Yeah. 
  • Tag 3: Der erste Tag im neuen Büro. Woah. Schon irgendwie strange, aber gleichzeitig gibt es weit weniger Ablenkungen. Ich bin nicht sicher, ob ich in den acht Stunden nicht mehr hätte schaffen müssen. Aber mit zwei aufgeregten Hunden, die nicht verstehen, wo sie sind, ist das gar nicht so leicht! Allgemein bin ich aber zufrieden. Es gab einen ersten Kuss! Wuhu! Prioritäten!
  • Tag 4: Heute Grätschentag. Das Minimumpensum von 1600 Worten pro Tag musste irgendwie innerhalb kürzester Zeit fließen. Grund: Baumaßnahmen. Das geht jetzt ein paar Tage lang so weiter. Das kommt davon, wenn man unschuldig sagt: "Hm. Wir müssten den Flur streichen..." und aus dieser harmlosen Grundidee eine größere Aktion für Drinnen und Draußen wird. Aus den zwei aufgeregten Hunden sind inzwischen vier geworden, einer davon ein acht Monate alter Cattle Dog mit dem Herzen eines Löwen und der Stimme eines Dackels. 
  • Tag 5: Und weiterhin im Rennen. Noch kein Tag ohne die 1600 Wörter, die es für die 50 000 zum Ende durchschnittlich braucht. Aber ehrlich, Kinners, schreiben und renovieren ... Das ist schon so 'ne Sache für sich. 
  • Tag 6: Zäh. Müde. Hab überall Farbe kleben. Jetzt auch auf der Tastatur. Über Kopf streichen ist die Pest. NaNos auch. *schnarch* 
  • Tag 7: Noch immer liege ich über dem Soll - sowohl in den Tagesstatistiken als auch insgesamt. Aber die Kombination ist im Moment echt ungünstig. Ich habe beim Schreiben so geschnattert, dass mein Mann mir Kakao und Wärmflasche angetragen hat. Wahrscheinlich habe ich die Zimmerdecke im Raum unter mir zum Beben gebracht oder so. ;)
  • Tag 8: Heute habe ich quasi Frühschicht. Das gehört zwar nicht zum NaNo, aber ich möchte mal folgendes loswerden: Wer nicht renovieren kann, soll's lassen. Das ist nicht ehrenrührig. (Ich brauche schließlich auch immer Anleitungen, ne?) Aber irgendwelchen Pfusch machen, bei dem gestandene Profis sich hinterher am Kopf kratzen und nicht wissen, wie sie das retten sollen, das sollte man doch tunlichst bleiben lassen. Mit anderen Worten: Hätten die diversen Vorbesitzer dieses Hauses Federn, würde ich sie ihnen gerade gern ausrupfen. Und zwar einzeln. Alle.
    Aber wenigstens bin ich damit nicht allein. Unsere liebe Malermeisterin schreit seit gestern Nachmittag alle fünf Minuten nach dem Vorschlaghammer, und die Kerle, die sich draußen verlustieren, lästern, warum wir nicht weiterkommen. Ist halt schwierig, wenn man feststellt, dass alte Farbe auf spiegelglatte, nicht grundierte und nebenbei noch komplett falsch verbaute Trockenmauern aufgetragen wurde und die jetzt mit einem WUUUUUUUUUUUUUSCHHHHH von der Wand kommt, sobald sie feucht (aka neue Farbe) wird. Nachdem ich den ganzen Scheiß gestern in einem Wutanfall von der Wand geholt und alles abgeschliffen habe, ist das ganze Haus voll Schleifstaub und wir sehen genau, wann welches Tier wo war. Bin gespannt, wie oft ich wischen muss, bevor die letzten Stäubchen endlich im Abwasser sind.
    Schreiben? Achso. Ja. Auch. Natürlich. ;)
  • Tag 9 (mit Verspätung): Gestern war einer dieser Tage, an denen es einfach fluppt. Und das, obwohl der Terminplan voll und wir die meiste Zeit unterwegs waren. Ein lieber Freund meinte daraufhin, ob es sein könne, dass mir ein bisschen Zeitdruck gut tut. VIEL Zeitdruck funktioniert nicht, aber anscheinend hilft es, wenn ich zu Lindt will. Da hatter recht.
    Jedenfalls: Die Geschichte wächst. Wir haben unsere ersten schwierigen Szenen hinter uns - obwohl, das könnten viele sein - und auch die ersten richtig schönen. Ich frage mich derzeit, wie ihr das Buch aufnehmen werdet. Ich möchte dieses Mal versuchen, die Hintergründe für das Verhalten von Person A relativ lange im Schatten zu halten, sodass ihr miträtseln könnt, warum er sich manchmal so seltsam verhält.
    Ob das Konzept funktioniert, müssen Testleser und Lektoren entscheiden. Alles in allem glaube ich, dass dies ein Buch für Fans von Andreas und Sascha werden könnte. Dieses Mal sind wir übrigens schon wieder nicht im hohen Norden wie in Zerrspiegel und in der Hamburg-Reihe, sondern im Ruhrgebiet, mit all seinen schönen und hässlichen Seiten. Beware! 
  • Tag 10: (wieder mit Verspätung): Die Hälfte ist geschafft. Der Counter steht bei 26 000 Wörtern. Ich bin zufrieden. Angesichts der vielen Ablenkungen hatte ich mehr Ausfälle erwartet. Einfach, weil ich müde bin oder zu viel zu tun ist. Allerdings kommt man sich schon ein bisschen fusselig vor, wenn man Leute sieht, die am siebten oder achten Tag ihre 50 000 voll haben. Woah! Sehr bewundernswert, aber auch irgendwie irritierend. Ich dachte immer, ich schreibe recht fix, sobald ich einmal dazu komme. Jetzt glaube ich das irgendwie nicht mehr. *hust* Aber Tempo ist natürlich nicht das Maß aller Dinge. 
    So, jetzt lege ich für heute mal los und vielleicht schaffe ich es ja auch noch irgendwie, meine Mails danach zu beantworten. Schaun mer mal. ;) 
  • Tag 11: Jau, das lief richtig rund. Ich bin ein gutes Stück weitergekommen. Zwar gab es heute keine Beziehungsszene, aber eine wichtige Familienszene. Ich stelle zu meiner großen Überraschung fest, dass ich es mag, Kinder als Protagonisten zu haben. Mir geht es dabei weniger um das Familienidyll - das gibt es hier eh nicht in dem Sinne -, sondern viel mehr um die Chance, mit ungefilterten Charakteren umzugehen. Mit zwei Kindern im Vorschulalter, die ungeniert Fragen stellen und noch nicht dauernd überlegen, was man wohl lieber nicht sagt, habe ich ganz neue Möglichkeiten, die Hauptcharaktere in Schwierigkeiten zu bringen. "Kindermund tut Wahrheit kund." In diesem Sinne sehe ich händereibend in Richtung einer nahen Szene, bei der die Kleinen sich so richtig schön daneben benehmen werden. 
  • Tag 12: Die Szene vom Vortag erfolgreich beendet. Das war's dann aber auch. Immerhin ist Sonntag, und das trübe Novemberwetter verwandelt mich zuverlässig in ein Murmeltier. Insofern habe ich es beim Minimumsoll belassen und ansonsten Binge-Watching betrieben. 
  • Tag 13: Es ist Montag, es ist arschkalt da draußen und was mache ich? Schreibe von heißen Sommertagen, an denen kein geistig gesunder Mensch freiwillig vor die Tür geht. Außer meinen Protagonisten natürlich. Aber sie haben gute Gründe, die auch ich nur schlecht entkräften könnte. 
    Allgemein sind die Wortzahlen ganz gut geflossen, aber ich warte immer noch auf diesen einen Wow-Tag, an dem sämtliche Knoten platzen und es einfach rauscht. Aber ich fürchte, das ist so ein Ein-bewachter-Milchtopf-kocht-nie-Szenario. Später, wenn der NaNo durch ist, werde ich vermutlich in einen hysterischen Schreibrausch fallen und an zwei Tagen so viel Stoff durchhauen, dass es meine Tastatur fraggt. Und wenn ich nicht so ein Statistikfreak wäre, wäre das auch ganz egal, nicht wahr? Hauptsache, es geht weiter!
    Apropos Statistiken: Vom aktuellen Projekt stehen etwa 75 000 Wörter. Je nach Schlüssel, den man anlegt - und ich weiß gerade gar nicht genau, welchen Cursed benutzt -, sind das so um die 250 Seiten. Wohin soll das nur wieder führen? 
  • Tag 14: Hier bitte das gute alte ZONK-Geräusch einfügen. Heute ist einer dieser Tage, an denen ich mich erinnere, welche Schattenseiten kreative Berufe haben. Abgesehen natürlich davon, dass man sich damit im Normalfall nicht gerade ein Schloss leisten kann. (Aber wer braucht schon Schlösser, hm? Die wollen auch nur geputzt werden.)
    Früher konnte ich Privates ganz gut hinter mir lassen, sobald ich auf der Arbeit war. Entweder, weil sich spätestens beim ersten Kunden der innere Schalter auf "Lächeln und nett sein" umgelegt hat, oder weil man sich Aufgaben gesucht hat, die den Frust abgebaut haben. Ich empfehle da wildes "In alten Verpackungen herumspringen", um sie zu zerkleinern. Eine Wohltat für Körper und Seele. 
    Beim Schreiben ist das alles etwas anders. Manchmal kann man sich natürlich quasi therapeutisch in eine Geschichte hineinbegeben, die einem hilft. Das sind dann die Sachen, bei denen ich es mir immer drei Mal überlege, ob ich sie veröffentliche. Doch meistens geht es mir so, dass ich mit Quark im Kopf, Ärger im Bauch und/oder Sorgen Schwierigkeiten habe, die Muse tanzen zu lassen. Ich finde dann einfach die innere Ruhe nicht und das macht mich zusätzlich nervös und - ehrlich gesagt - sogar grantig. 
    Besonders heute ist so ein Tag, an dem ich mir selbst in den Hintern beißen könnte. Vor mir liegt eine Szene, auf die mich sehr freue. Obwohl sie storytechnisch zwar wegweisend, aber nicht unbedingt unerlässlich und kriegsentscheidend ist, empfinde ich diesen kleinen Ausschnitt als besonders kostbar. Und was ist los? Mein Kopf verknotet sich, mindestens 15 Prozent von mir hängen am Telefon, der Rest muss "dringend was nachgucken" und "Hey, woher kommt der Dreck da?" rufen. Anders gesagt: Es geht nicht. 
    Lange Rede, kurzer Sinn: Heute gab's nur das Minimum, was ich sogar teilweise heute Nacht schon geschrieben habe. Aber der NaNo ist immer noch im Rhythmus. Morgen dann wieder mehr. 
  • Tag 15: Dies sind die Dinge, die man nicht verstehen muss, die aber dennoch passieren: An Tag Nr. 14 ist es ein einziges Geholper, an Tag Nr. 15 explodiert die Kreativität und es "geschieht" einfach. Ob das das berühmte Orm ist, das Walter Moers, pardon, Hildegund von Mythenmetz in seinen Romanen beschreibt? Das Alphabet der Sterne? Wenn ja, darf es gern bleiben. Einziehen. Mein Bett haben. Und meinen Kühlschrank auch. Jawohl!
    Mit anderen Worten: ein bildschöner, runder, sehr effektiver Tag. 
  • Tag 16: Ich ziehe in Erwägung, mich für eine Doktorarbeit zur Verfügung zustellen. Ich mache alle Untersuchungen mit. Nur das Gehirn muss drinbleiben. Wirklich: Ich verstehe dieses Auf und Ab im Schreibfluss nicht. Heute war's wieder wie Tag 14, nachdem gestern so fantastisch war. Wer kommt da mit? Ich meine, wir reden hier schließlich nicht von sonstwas für Zielen pro Tag. In Buchform sind das je nach Druckstandard fünf bis sechs Seiten. *Kopfkratz* Egal! Manche Mysterien muss man nicht aufklären. 
  • Tag 17: Chaostage mal anders. Heute war meine Rechnerzeit sehr knapp. Das Limit habe ich dadurch zwar geschafft, aber nicht ansatzweise das, was ich mir vorgenommen habe. Es gibt einfach so Tage... Da klingelt dauernd das Telefon und irgendwie sind nie gute Nachrichten dabei, sondern nur solche, die einen Rattenschwanz nach sich zu ziehen. So what: Ich bin immer noch im Zeitplan. 
  • Tag 18: Das war's. Offiziell habe ich den NaNoWriMo 2017 gemeistert. Heißt, ich bin über die magische Zahl von 50 000 Wörtern gegangen. In einer Gruppe von 33 Autoren bin ich damit der achte, der dieses Ziel erreicht. 
    Heute war das Schreiben ein einziger Rauschzustand. So muss es sein. Ich vermute ja, dass dabei dieselben Hormone wie beim Joggen ausgeschüttet werden. ;) Und ein Protagonist, der auf den letzten zweitausend Wörtern einen hysterischen Anfall plus Erkenntnis erleidet, ist eine wirklich große Hilfe. Kurz gesagt: ich bin sehr zufrieden. Aber das bedeutet nicht, dass ich jetzt die Füße hochlege. Morgen geht es weiter. Ich möchte die Frequenz von mindestens 1667 Wörtern pro Tag halten. 
  • Tag 19: Gestern habe ich einen meiner Protagonisten in einer hässlichen Situation zurückgelassen. Seltsamerweise sind es oft gerade diese Augenblicke, die besonders gut zu schreiben sind. Mag sein, dass ich mich darin emotional sehr stark engagiere und dadurch nicht mehr viel von meiner Umwelt wahrnehme. Erst recht keine Uhr. Entsprechend ging es heute sehr entspannt und fix weiter. Ich hab mir den größten Teil des Tags immer noch freinehmen können. Morgen geht's dann wieder etwas ausführlicher rund, hoffe ich. Denn hey, jetzt will ich die 75 000. Das war ja wohl klar, oder? ;)
  • Tag 20 (verspätet): Uiui. Ich wusste, ich hab was vergessen... Auf jeden Fall einen Schreibtag, der mich ein Stück vorwärts gebracht hat. Das Thema ist im Moment hart. Ich merke richtig, wie sich mir beim Schreiben das Nackenfell sträubt. 
  • Tag 21 (verspätet): Auch hier der Nachtrag. Ich merke langsam, dass mich das Dauerschreiben ein bisschen ermüdet. Kein freier Tag seit dem 1. November. *schnauf* Natürlich, es ist ein wunderbarer Job und ein tolles Hobby, aber beides vereint ist es eben doch Arbeit. Und ich merke definitiv, dass ich anders beim Schreiben drauf bin als noch vor acht Jahren, als es nur ein Hobby war. Ich bin fokussierter, mehr auf die unerreichbare Perfektion ausgerichtet. 
    Des Weiteren ist es immer wieder (k)eine Freude, mich an gewisse Themenkreise ranzutasten. Es gibt einfach Dinge, die mir näher gehen als andere. Siehe gesträubtes Nackenfell im vorherigen Beitrag. Das motiviert aber auch ungemein, die Protagonisten weiterzubringen, sie aus ihrer Lage zu befreien, in die ich sie so grausam hineingestoßen habe. Gleich geht's weiter. Der erste große Streit bzw. das, was dabei herauskommt, wenn einer Diskussionsbedarf sieht und der andere gar nicht weiß, wie man mit so etwas umgeht. 
  • Tag 22: This is war! Heute habe ich echt gedacht, ich schmeiße hin. Der innere Schweinehund war sehr laut. SEHR laut. "Du hast es doch schon geschafft. Wieso unbedingt jeden Tag die Bilanz weiter erfüllen?" Aber am Ende drängelte die Szene dann doch los. So ist das eben manchmal. Man hat schon fast aufgegeben, dann geben einem die Protagonisten eins mit dem Baseball-Schläger drüber und sagen: "Pardon, aber SO nicht." 
  • Tag 23: Offenbar habe ich den Schweinehund gestern so sehr getreten, dass er heute erst gar keinen Auftritt gewagt hat. Entsprechend fließt es... und fließt es...
    Ehrlich gesagt denke ich darüber nach, eine Nachtschicht einzulegen. Das habe ich schon sehr lange nicht mehr gemacht, weil das leider immer ein bisschen den Lebensalltag torpediert. Allerdings gibt es wenig, was so viel Spaß macht, wie bei absoluter Stille im Haus an meinem Ork-Rechner zu sitzen und zu schreiben bis es dämmert. 
    Inhaltlich will ich mich nicht zu weit aus dem Fenster hängen, aber ich kann sagen, dass ich mich aktuell an einem Punkt befinde, an dem ich quasi das Spiegelbild zu den Ereignissen in einem anderen Buch von mir beschreibe. Das finde ich sehr spannend, da es Dinge betrifft, die in der öffentlichen Wahrnehmung oft verwechselt werden und doch so general-unterschiedlich sind. 
  • Tag 24: Ich will mein Bett. Und eine Pause. Und sehr viel Winteressen! Und das, wo im Buch doch gerade Sommer ist. Ich kann das schaffen. Ich kann das schaffen... Selbstmeditation per excellence. 
  • Tag 25: Langsam komme ich mir wirklich vor, als würde ich an einer Felshang hängen und die Kraft verlieren. Es sind nur noch Tage und ich liege sehr gut in der Zeit, um mein selbst gestecktes Ziel zu erreichen. Aber inzwischen schreibe ich größtenteils von der Couch aus, mit langen Ruhepausen zwischen den einzelnen Teilen. Hat mal einer ein Beißholz für mich? Ich will das schaffen! 
  • Tag 26: Auf der linken Arschbacke durchgerutscht. Und mitten in der Nacht. Heißt also, eigentlich hatte ich Sonntag frei. Erinnert mich daran, dass ich sowas nie wieder mache! Denn dann passiert garantiert irgendwas Unangenehmes. Frei nach dem Motto: "Oh, du hast heute frei? Dann wollen wir doch mal sehen, was wir für dich haben. Würfel mal mit dem W20 für die Hundert-Wege-dir-den-Tag-zu-versauen-Tabelle." 
    Genug gejammert: Es sind noch vier Tage und etwa 5000 Wörter bis zu meinem persönlichen Ziel. Das wird! 
  • Tag 27: Na gut! So soll es denn sein. Es ist erst der 27., aber ich beende den NaNo heute für mich. Wortstand: 70693. Mein geplantes Ziel ist damit zwar nicht erreicht, aber wenn die Familie ruft, dann muss man springen. Vielen Dank an dieser Stelle für die mentale Begleitung an euch Leser. Ich hoffe, ihr konntet meinen wirren Gedanken so weit folgen. *g* Bald dann mehr auf dieser Welle, was auch immer es sein mag. Tüdelü!
    Edit: Oder vielleicht doch nicht? 
    Edit2: Doch, doch ich brech jetzt hier ab. 
    Edit3: "Ach koommmm schon."
    Edit4: WAAAAAAAAH! 
  • Tag 28: Unfassbar. Kennt ihr das, wenn ihr wirklich müde und kaputt seid, aber die innere Maschine einfach nicht erlaubt, jetzt aufzuhören? So einen Moment hatte ich gestern. Übersetzt bedeutet das, dass ich immer noch im Rennen bin. Ich weiß nicht, ob das gut oder richtig ist. Möglich, dass ich das Ergebnis der letzten Tage nach einem strengen Blick lösche. Aber: Es läuft noch weiter.
  • Tag 29: Es fühlt sich langsam mehr nach Robinson Crusoe an als nach Schreibmarathon. Wenn morgen ein Eintrag über den Bau eines Hühnerstalls oder eines Zauns zum Schutz gegen vermeintliche Wilde folgt, wisst: Es ist durchgeknallt. 
    Um aber noch einmal auf den Inhalt des NaNo-Projekts einzugehen: Es tut gerade richtig weh. Ich weiß gar nicht, ob es euch am Ende auch so gehen wird. Nicht immer ist das, was für den Autor schmerzhaft ist, auch am Ende für die Leser ein Autsch. Aber mich gruselt's gerade.
  • Tag 30: Done! Überlebt! Bin noch da! Will meine Couch! 
    Oder in der Langform: Meine Lieben, es ist der 30. November und ich habe es hinter mir. Mit großer Freude, mit Stolz, sicher auch mit ein paar Stellen im Text, mit denen ich noch nicht zufrieden bin, und mit einer großen Erkenntnis: Wochenenden sind wichtig. Auch dann, wenn man im Vergleich mit anderen Arbeitnehmern nur Teilzeit arbeitet. 
    Ich habe bei diesem NaNo die tägliche Minimalwortanzahl eingehalten. Heißt, egal, was der Tag mir gebracht hat, egal, was die Familie vorhatte, egal, ob die Waschmaschine ausgelaufen ist oder der Flur gestrichen werden musste: Ich hab jeden Tag geschrieben. 1667 Wörter Minimum, an den meisten deutlich mehr. 
    Vor rund einer Woche habe ich gemerkt, dass mir das an die Substanz geht. Gut, das hatte vielleicht auch was mit der Handlung zu tun. Manches fällt mir sehr leicht - in diesem Buch besonders die Dialoge -, bei anderen Passagen kämpft man aus dem einen oder anderen Grund. Und wenn man an Stellen geht, an denen es einem selbst wehtut, weil man den Protagonisten wehtut, ist das anstrengender als eine Szene, in der zwei Kerle sich alberne Wortgefechte liefern. 
    Für die Zukunft werde ich meine Zeitpläne wieder anders gestalten. Heißt: höhere Mindestzahlen, aber dafür freie Tage. 
    An dieser Stelle übrigens sowohl ein herzliches Dankeschön als auch ein Fuck you an meinen inneren Schweinehund: Erst machst du mir dauernd das Leben schwer, eumelst in der Gegend herum, lässt mich mehr Schokolade fressen, als gut für mich ist, und dann, wenn ich nicht mehr kann und mag und Stress bis zur Oberkante habe, dann flüsterst du mir ein: "Echt? Jetzt abbrechen? Willst du das wirklich? Ne, oder? Neeein, wollen wir nicht. Los jetzt. Sonst piesacke ich dich bis du umfällst." 
    Man sieht, manchmal setzt sich der Schweinehund die Maske der Pflichterfüllung auf und quält einen munter weiter. 
    Mein ernsthafter Dank gilt an dieser Stelle meinen Testlesern und natürlich den lieben Begleitern auf dem Blog! Die Kommentare haben mich sehr gefreut! Ich hoffe, ich hab euch mit den Antworten nicht zu lange warten lassen. 


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Kommentare: 31
  • #1

    Inna Benz (Donnerstag, 26 Oktober 2017 01:03)

    Ich hab zuhause möglicherweise höchstens drei Bücher vom selben Autor, aber auch nur, durch eine Buchreihe. Von dir Raik, habe ich bisher alle Bücher gekauft. Und heute endlich auch Opiumschwaden... und danach auch gleich Wildfang!!! Ich freue mich drauf.

    Die Homepage ist auch wieder online. Läuft bei dir :).
    Freut mich sehr für dich und mach bitte weiter so!
    Liebe Grüße
    Inna, ein treuer Fan <3

  • #2

    Raik (Donnerstag, 26 Oktober 2017 01:08)

    Looool!
    Also erst mal vielen Dank, liebe Inna. Ich freu mich natürlich sehr über so hohes Lob!
    Auch wenn ich gerade vor Lachen fast vom Stuhl falle. Dein Kommentar ist unter einem Platzhalter für einen Artikel gelandet, der noch gar nicht fertig ist. Seltsamer Ausblick. XD

    Also noch einmal: von Herzen dankeschön.

  • #3

    Inna Benz (Donnerstag, 26 Oktober 2017 01:16)

    Achso :D.
    Na dann sieh es als Vorschlag für die Homepage, um eine Erweiterung eines Gästebuchs xD.

  • #4

    Kerstin (Mittwoch, 01 November 2017 15:09)

    Ich wünsche dir viel Erfolg und Spaß! ... und bin natürlich sehr gespannt *augenbrauenwackel*

    Für mich wird es der erste NaNoWriMo. Ich nehm das Event als Anlass und zur Motivation, um mal zu schauen, wie es ist regelmäßiger zu schreiben und vor allem etwas zu Ende zu bringen *hust* (oder überhaupt so weit voranzubringen, dass ich ein Ende sehen kann)

  • #5

    Raik (Mittwoch, 01 November 2017 20:44)

    Hallo Kerstin,

    herzlich willkommen im Schreibirrsinn. Ich wünsche dir auf jeden Fall schon mal ganz viel Spaß und einen Erfolg, wie du ihn dir erhoffst. Egal, ob er jetzt an Wortzahlen oder an bestimmte Schreibzeiten geknüpft ist. So oder so: Spaß sollte es zumindest meistens machen. (IMMER wäre zu viel verlangt. Es gibt ja auch hässliche Szenen oder Augenblicke, in denen man SO viel lieber im Bett liegen würde ...) *hust*

    GLG
    Raik

  • #6

    Piccolo (Freitag, 10 November 2017 17:54)

    Hey Raik,

    ich verfolge dein Tagebuch ganz aufmerksam. Es ist total spannend zu lesen.
    Allerdings muss ich auch zugeben, dass der heutige Eintrag mich etwas überrascht hat. Irgendwie hatte ich mir in den Kopf gesetzt, dass du vielleicht am Würfelspiel weiterschreiben würdest. Dabei kann ich nicht einmal sagen, warum das so war. Immerhin hast du nie etwas in der Richtung verlauten lassen. Egal, ich lass mich überraschen was letztendlich rauskommen wird.

    LG Piccolo

  • #7

    Raik (Montag, 13 November 2017 10:58)

    Huhu Piccolo,

    wundert mich gar nicht, dass sich das in deinem Kopf festgesetzt hat. Es war ja auch geplant, dass das Würfelspiel als nächstes kommt. Wenn sich nicht dieses Miststück von einem Projekt, das ich eigentlich schon mal mit dem Besenstiel von mir weggeschoben hatte, wieder aufgedrängt hätte ... Zumindest lässt sich sagen, dass ich damit hervorragend vorankomme und wir damit nur von einem Delay von ein paar Monaten reden.

    GLG
    Raik

  • #8

    Krümel (Dienstag, 14 November 2017 08:27)

    Hallo Raik!

    Das klingt prima, sehr vielversprechend! Wen Du in dem Tempo weiterschreibst, ist auch das Würfelspiel in zwei Bänden (drei, vier, mehr...?) bis Weihnachten fertig, yippieh! Habe gerade ein neues Bücherregal bekommen und daher noch ganz viel freien Platz....!!! ;-D

    Lieben Gruß
    Krümel

  • #9

    Raik (Freitag, 17 November 2017 12:58)

    Hallo Krümel,

    *lach* Hättest du mal nix gesagt: Gerade stehe ich hier wieder und das Schreiben hat mehr vom Fischen im Buchstabensalat als von allem anderen.
    Ziele und Voraussichten teile ich irgendwie im Moment lieber nicht mehr. Meine Pläne sind zu oft zersetzt worden. Aber ich sage mal so: Für 2018 sind drei Bücher geplant. Eins davon ist Wildfang 2, eins ist das aktuelle Projekt und dann ja... *hust* *HUST* Ich wage es nicht, es offiziell zu sagen. ;)

    GLG
    Raik

  • #10

    Krümel (Freitag, 17 November 2017 13:23)

    Hallo Raik!

    Ok, alles klar, Regalplatz ist reserviert - Wildfang 1 + 2, das aktuelle Projekt und Das, Dessen Name Nicht Genannt Werden Darf, in wieviel Bänden auch immer ;-) Und wann auch immer - ich sag da besser gar nix mehr ;-) . Darf ich Dir trotzdem viel Spaß beim Schreiben wünschen und dass es an möglichst vielen Tagen möglichst gut flutscht oder bringt das auch schon schlechtes Karma...? Dann streich das einfach wieder ;-)

    Lieben Gruß,
    Krümel

  • #11

    Raik (Freitag, 17 November 2017 13:31)

    Huhu Krümel,

    *lach* Ich glaube, das schlechte Karma kann nicht von außen aufgetragen werden. Das wäre ja noch schöner. Dann würde ja gar nix mehr erscheinen. Nein, ich habe nur das Gefühl, dass es jedes Mal schiefgeht, wenn ICH zu viel sage. ;)
    Vielleicht ist das ja ein Zeichen und irgendein Gott steht mit der Fliegenklatsche hinter mir und patscht mir jedes Mal eine, um mir seine Existenz zu beweisen. (Nein, ich schreibe gerade nicht Fantasy, nein, ich habe kein Fieber. Es ist nur der übliche Wahnsinn.)
    Regalplatz reservieren finde ich auf jeden Fall sehr gut. ;)

    GLG
    Raik

  • #12

    Anita (Donnerstag, 23 November 2017 17:10)

    Hallo Raik,
    ich freu mich, dass du dem "inneren Schweinehund" eins übergebraten hast :).
    Für mich können deine Geschichten nicht lang genug sein; also mach gerne und viel und lange und sowieso weiter!
    LG und weiterhin viel Spaß

  • #13

    Raik (Donnerstag, 23 November 2017 21:07)

    Huhu Anita,

    ich freu mich, von dir zu hören. :) Und Ja, deine persönlichen Vorlieben sind mir vage bekannt. *lach* Es wird. Ich sitze gerade zwischen 2 einschneidenden Plotpunkten und bewege mich eine Spur ängstlich dem zweiten entgegen. Der wird mich fordern. *schnauf* Aber manchmal ist das mit dem Schweinehunde so eine Sache ... Heute zum Beispiel hat er sich von vornherein abgemeldet. Kein Schweinehudn weit und breit, dafür sehr viel neuer Text.

    GLG gen NOrden
    Raik

  • #14

    Piccolo (Samstag, 25 November 2017 17:54)

    Hallo Raik,

    ich verfolge dein Tagebuch weiterhin sehr aufmerksam und interessiert.

    Weswegen ich eigentlich schreibe: Ich war heute auf der Buch Berlin und habe sogar ein signiertes Exemplar von deinem Wildfang erstehen können. Ich bin total glücklich^^

    LG Piccolo

  • #15

    Raik (Samstag, 25 November 2017 18:41)

    Hallo Piccolo,

    oh wow! Ich bin froh, dass noch welche da waren. =) Man kann das ja leider sehr schlecht abschätzen, und da wir die Reise dieses Jahr leider nicht machen konnten ... ;)
    Das Tagebuch wird allmählich zum Beweis für die Hängepartie. Wie war das noch mit Pausen und so? Langsam fühlt es sich jetzt an, als würde ich seit 25 Tagen durcharbeiten. Blödsinn, sind ja nur ein paar Stunden am Tag, aber das Hirn denkt, was das Hirn will.

    GLG
    Raik

  • #16

    Jonah (Sonntag, 26 November 2017 23:58)

    Hallo Raik,

    das Schreibtagebuch ist ein kleines Highlight für mich. Es ist total interessant, in den Schreiballtag einer deiner Lieblingsautoren zu spähen. Schade, dass du das nur im Rahmen des NaNoWriMo machst, aber danke, dass überhaupt.
    Ich muss gestehen, ich werfe auch immer wieder einen Blick auf die Kommentare (*schäm*) und siehe da: Vor ein paar Tagen durfte ich lesen, dass du für 2018 drei Bücher planst. Hach, das wird ein schönes Jahr (selbst wenn nur eines der Projekte umgesetzt werden kann, aber ich wünsche dir natürlich, dass alles genauso klappt, wie vorgestellt). Nur schade, dass Amazon deine Bücher nur noch über Drittanbieter verkauft (und dann auch noch bei Wildfang das Cover von "Verliebt in den Rancher" zeigt, hä?). Aber naja, über den Verlag geht ja auch (; Vor allem gab es da bis jetzt den Bonus mit den signierten Exemplaren bei Vorbestellung.
    Ich hoffe, du kannst noch ein bisschen Kraft aufbringen, um die nächsten Tage zu überstehen. Oder... Winteressen ist klasse. Und Betten erst. Aber ich bin mal leise, will ja nicht bei meinem ersten Kommentar eins auf die Finger bekommen xD

    Liebe Grüße und toi toi toi,
    Jonah

  • #17

    Raik (Montag, 27 November 2017 14:47)

    Hallo Jonah,

    willkommen auf meinem Blog, auch wenn ich jetzt nicht so genau weiß, ob es gut ist, dass mein Gejammer ein Highlight für dich ist. *g* Die Kommentare stehen natürlich allen offen und keine Sorge, ich trete ganz selten. Schon gar nicht, wenn man mir Winteressen anträgt. *unauffällig den Teller mit dem Grünkohl beiseite schieb*

    Zum Thema Amazon: Ehrlich gesagt treibe ich mir da wenig bis gar nicht rum. Ich weiß natürlich von dem Debakel mit dem Wildfang-Cover und auch, dass da inzwischen nicht nur der Verlag Druck macht, sondern sogar schon der Großhändler. Aber ich weiß auch, wie müssig es ist, mit deren Kundendienst diskutieren zu wollen. Insofern hoffe ich einfach, dass der Fehler behoben wird und sie auch ihre Bestandspolitik wieder in den Griff bekommen. Ärgerlich ist sowas schon, aber ich hab bisher noch keine grauen Haare und möchte mir keine züchten. ;)

    GLG und vielen Dank für deinen Besuch
    Raik

  • #18

    Piccolo (Mittwoch, 29 November 2017 17:49)

    Hey Raik,

    egal wie es gerade läuft, ob du alles der letzten Tage löschst oder nicht. Es ist nur noch ein Tag. Das Ende ist nah. OK, das klingt schräg, trifft es aber ganz genau.
    Alles Gute und toi, toi, toi.

    LG Piccolo

  • #19

    Anita (Mittwoch, 29 November 2017 21:18)

    Hallo Raik,
    du bist also immer noch am Ball - ähm Buch, gut so. Dass es dich gruselt, finde ich prinzipiell super .... Du weißt ja, ich mag es, wenn die Geschichten ein gewisses Unbehagen hinterlassen und unter die Haut gehen ... also nix wie weitermachen!
    Liebe Grüße und genieße den Abend
    Anita

  • #20

    Raik (Mittwoch, 29 November 2017 21:31)

    Hallo Piccolo, hallo, Anita,

    ihr habt ja keine Ahnung, wie sehr ich das Ende heransehne. Richtig ist das nicht. Es zeigt mir, dass ich meine Ruhephasen brauche. Gut. Von denen gab's diesen Monate wenige, was aber nur zu 50 Prozent am Schreiben lag. Den Renovierungskram habt ihr ja mitbekommen und ansonsten landete auch mehr auf meinem Teller, als ich essen konnte.
    Nichts Dramatisches, aber eben einfach Dinge, die Zeit und Nerven fressen. Manchmal kann es einen selbst zum Beispiel anstrengen, einem Menschen zuzuhören, wenn er Kummer hat. Oder geht nur mir das so? (Ja, ich rede wirr. Schorry. ;))
    Was ich sagen wollte: Es war kein guter Monat für "30 Tage Schreiben". Vielleicht sieht das im April schon wieder ganz anders aus. *pfeif* Der nächste Nano kommt bestimmt!

    Was den Gruselfaktor angeht, liebe Anita: Ehrlich, ich hatte ja nun schön öfter schwierige Baustellen. Aber in diesem Fall muss ich mich mit einem Thema auseinandersetzen, das ich bisher immer recht weitläufig ausgespart habe. Jedenfalls in Contemp-Romanen und damit in unter "realen" Bedingungen. Das macht mir zu schaffen, zumal man beim Googlen von gewissen Themenbereichen dann auch Sachen findet, die einem selbst nicht wirklich gut tun. Alternativ sehe ich hier demnächst die Polizei anklopfen und fragen, ob sie mal unsere Schubladen durchsuchen können. xD Big brother's watching me!

    Äh ja. Morgen noch mal. Bin versucht, eine Nachtschicht einzulegen und danach zusammen mit meinem Lindt-Werkseinkauf und irgendeiner Serie auf die Couch zu fallen und drei Tage lang nicht aufzustehen. Fände meine drohende Erkältung auch gut. Hatschi!

    In diesem Sinne,

    alles Liebe
    Raik

  • #21

    Anita (Donnerstag, 30 November 2017 19:11)

    Hallo Raik,
    Schreibmarathon geschafft! Ganz herzlichen Glückwunsch, dass du dein gesetztes Ziel erreicht und sogar ja auch noch etwas drauf gelegt hast :). Wieviele Buchseiten diese 77.777 Wörter wohl ergeben ... ich freu mich jetzt schon drauf.
    So und jetzt wünsche ich dir eine herrlich entspannte Zeit mit Nichtstun, Süsskram naschen, ein gutes Buch und vieeeel Zeit ......

    Liebe Grüße aus dem Norden

  • #22

    Kerstin (Donnerstag, 30 November 2017 20:48)

    Hallo Raik!

    Ich muss gestehen, dass dein Tagebuch mich angespornt hat und ich viele Situationen bei mir in ähnlicher Weise wiedergefunden habe. Und Schreibirrsinn (oder Schreiirrsinn?) trifft es allemal. Die erste Woche lief bei mir noch ganz gut, aber dann ging es mir schon ziemlich an die Substanz. Vollzeit-Job, Familie und Freunde und dann auch noch ungeübt/eingerostet jeden Tag an die 1667 Wörter schreiben? Leider musste ich nach 24K Wörtern den Nano abbrechen oder vielmehr hab ich mir nun Weihnachten als Ziel gesetzt (oder vielmehr ein paar Tage zuvor, weil ich den Kram ja nochmal überarbeiten sollte, bevor ich es verschenke :) )

    Letztendlich muss Ich sagen: Ich bewundere dich nur noch mehr. Und natürlich freue ich mich auf dein Ergebnis :)

    Liebe Grüße,
    Kerstin

  • #23

    Raik (Donnerstag, 30 November 2017 22:18)

    Huhu Anita,

    ich bin so schlapp! SCHLAPP! ;) Aber ja, geschafft. Was die Buchseiten angeht, kann man es nicht ganz genau sagen, weil ja evtl. einiges noch fliegt oder sogar was dazukommt. Aber würde alles so bleiben irgendwas um die 280 Seiten etwa. =) (Oh Gott, und da kommt noch was vor. Und danach. Und ach herrje.)

    Das Nichtstun wird viel mit meinem Strickzeug (ja, ich habe eine neue Sucht) und dem Fernseher zu tun haben. Du hast keine Ahnung, wie sehr ich mich darauf freue.

    GLG
    Raik

  • #24

    Raik (Donnerstag, 30 November 2017 22:22)

    Hallo Kerstin,

    angespornt? Ich finde, das klingt toll! Ich meine, es ist doch eine tolle Sache für mich zu wissen, dass ich dich irgendwie an die Tastatur gefaselt habe. Und wie ich schon schrieb: Ich finde, es hilft zu wissen, dass man in diesem Wahnsinn nicht allein ist.
    Falls es dich tröstet: Bei mir steckt kein Vollzeitjob dahinter. Schreiben IST meine Arbeit. Und im November kann ich mich auch nicht damit rausreden, dass ein großer Garten versorgt werden will. *hust*
    Ich finde übrigens, dass 24k gar nicht "leider" sind. Zwischen uns: Es gab dieses Jahr Monate, in denen ich diese 24k als "Vollberuflicher" nicht hatte. Besonders der Januar war ein Debakel. Da habe ich im ganzen Monat weniger geschrieben als während des Nanos an einem Tag. (Oh Gott, Raik, das musst du öffentlich zugeben? Ja, anscheinend. Stimme aus dem Off.) Insofern: Masse ist nicht immer gleichbedeutend mit Klasse. Wirklich nicht.

    Ganz herzliche Grüße,
    Raik!

  • #25

    Piccolo (Freitag, 01 Dezember 2017 10:43)

    Hey Raik!

    Du hast es geschafft. Herzlichen Glückwunsch.
    Nach diesen Monat steht es dir mehr als zu dich verwöhnen und einfach nur die Seele baumeln zu lassen.

    LG Piccolo

  • #26

    Jonah (Freitag, 01 Dezember 2017 12:00)

    Hey Raik,

    danke dir und Glückwunsch, dass du es geschafft hast. Ich hoffe, mit Dezemberanfang kannst du alles genießen, was du im November wegen des NaNo wegstecken musstest.
    Deine Einstellung dem Gegenüber ist klasse, gut, dass du dir da keinen Nerv stehlen lässt.
    Uff, aber du machst es mir wirklich schwer, nicht vor lauter Neugierde dauernd auf deinen Blog zu klicken, um nicht ein paar winzige Infofetzen von deinem Projekt zu ergattern. Naja, aber Vorfreude ist immer noch die schönste Freude (;

    Ich wünsche dir ein langes, ruhiges Winterwochenende mit allem, was dazu gehört.
    Liebe Grüße,
    Jonah

  • #27

    Lizzi (Sonntag, 03 Dezember 2017 10:01)

    Etwas verspätet, aber trotzdem von Herzen: Herzlichen Glückwunsch!
    Schon allein mit zu lesen war teilweise echt aufregend. Respekt, dass du das trotz zunehmendem Alltagsstress durchgezogen hast *top*
    Ich muss aber auch was beanstanden: Es ist sooo gemein nicht zu wissen, wovon genau du immer redest ;) Ich hätte dir so gerne jeden Tag die neuen Abschnitte, über die du geschrieben hast aus den Fingern gerissen und gleich mitgelesen, was du überhaupt meinst. Du machst es ganz schön spannend.
    Das bring mich jeden Tag aufs neue auf den Gedanken, dass ich gerne am Ende, wenn die Geschichte in den Verkauf kommt wüsste, zu welchen Kapiteln/Seiten/Abschnitten du dich an den Tagen bezogen hast. Wäre mal interessant zu sehen, was im Kopf eines Autors so vor sich geht, wenn er dabei ist eine Szene zu schreiben.

    Ich wünsche dir nach dem Wahnsinn auf jeden Fall eine erholsame und besinnliche Weihnachtszeit und einen schönen ersten Advent - du hast es dir verdient!
    LG, Lizzi

  • #28

    Raik (Dienstag, 05 Dezember 2017 14:30)

    Huhu Piccolo!

    Vielen Dank, ich lasse die Seele bereits baumeln. Mir bleibt auch gar nix anderes übrig. Ich bin platt wie ein Pony. Hab mir irgendwelche Keime eingefangen, die jetzt im neuen Monat endgültig ihr Recht fordern. *nies* Aber ich will nicht meckern: Ist die erste Erkältung/Grippe seit eineinhalb Jahren. Und DIE kam damals noch von der Messe, die zählen eh immer nicht.

    Vielen Dnak für die liebe Begleitung!
    Raik

  • #29

    Raik (Dienstag, 05 Dezember 2017 14:33)

    Hallo Jonah,

    Soso, nach Infos spähen würdest du gerne? ;) Ich geb zu: Aktuell gebe ich immer gar nicht mehr so viel raus. Früher konnte man mehr online verfolgen oder sogar mitlesen. In letzter Zeit bin ich da stiller geworden, was vor allen Dingen an der Downtime meiner Website lag.
    Aber ich denke, im neuen Jahr werde ich hier wieder ein bisschen mehr Inhalt auf den Blog laden. Da steht eine Messe ins Haus und mehrere VÖs und noch ein paar andere Sachen, an denen ich euch gern teilhaben lassen möchte, die vielleicht interessieren. =)

    GLG
    Raik

  • #30

    Raik (Dienstag, 05 Dezember 2017 14:36)

    Huhu Lizzi,

    *lach* Ich fürchte, diese Zeiten, in denen ich alles sofort irgendwo anbieten kann, sind leider vorbei. Schade ist das, das muss ich schon sagen. Es war eine tolle Zeit und hat viel Spaß gemacht - und mich auch enorm weitergebracht.
    So oder so: Ich fürchte, eine genaue Zuordnung lässt sich nicht mehr finden. Denn selbst ich würde nicht mehr auseinanderbekommen, was von welchen Tagen stammt. Call me Siebhirn.

    Vielen Dank für die guten Wünsche direkt runter von der Couch. *G*

    GLG
    Raik

  • #31

    Jonah (Mittwoch, 13 Dezember 2017 00:10)

    Hallo Raik,

    ich denke, ich habe die Zeit vor der Downtime nicht miterlebt, weswegen ich mich wohl auch über jede Info freue- die mir dann auch einfach groß erscheint, da ich keinen Vergleich habe. Großer Vorteil (;
    Was auch immer da kommen mag, ich fiebere mit. Und danke, dass du uns teilhaben lässt.

    Schöne Adventszeit und liebe Grüße,
    Jonah