Eine unendliche Liebe, eine unendliche Playlist

Anbei meine kleine private - und ständig wachsende - Sammlung an Tracks, die für mich einfach verflixt relevant sind und viel Atmosphäre verbreiten. Siehe Blogartikel vom 13. September 2018. Je nach Möglichkeit bette ich euch entsprechende Videos ein. Das wird nur dann möglich sein, wenn ich sie von offiziellen Quellen übernehmen kann. Ansonsten hilft nur ein Link oder Freund Google. 

 

(Und ja, ich bin ein musikalischer Vielfrass, der zwar eine klare Präferenz hat, aber darüber hinaus wenig Genregrenzen kennt.) 

 

 

 

1. Grand Magus - Valhalla Rising

Okay, als allererstes: Metal. Natürlich. Wird man hier viel finden. Bin ich mit aufgewachsen. Hab ich irgendwie im Blut. Ist das, was bei mir am tiefsten reingeht und am meisten Emotionen auslöst. Das, wo ich mich zu Hause fühle. Und das gilt besonders für diesen Song, den wir schon ewig in der Sammlung hatten, bevor ich ihn endlich für mich entdeckt habe. (Ja, die Sammlung ist SEHR groß. *g*)

Ich verbinde Valhalla Rising in erster Linie mit dem Würfelspiel der Götter und mit Kjell, aber ganz allgemein mit all meinen kämpfenden Charakteren, sowohl denen, die schon veröffentlicht sind als auch mit denen, die noch im Kopf rumtraben. 

Obwohl der Text von jemandem handelt, der sein Leben aufgibt, um nach Valhalla zu gelangen, ist es für mich ein positiv belegter Song, der unglaublich viel Kraft transportiert, vielleicht, weil es hier um eine freie Entscheidung geht. (Zumindest nach meiner Interpretation.)

Allgemein geht es mir oft so, dass ich den Text zu einem Song anders interpretiere als er vom Künstler vielleicht ursprünglich gedacht war. Das liegt wohl daran, dass die Musik oft den Text "übertönt", besonders, wenn letzterer nicht in unserer Sprache gesungen wird. Gutes Beispiel dafür ist der Song "Every breath you take" von The Police, der allgemein als Liebesballade wahrgenommen wird, ursprünglich aber doch eher ... creepy gemeint war. 

Wie dem auch sei: Schön laut machen und dann auf den Tisch zum Tanzen. Mal ehrlich: Metal hin oder her, das ist doch die geborene Pole-Dance-Nummer, oder? 

 


2. John Parr - St. Elmo's Fire

Als erstes ein Geständnis: Ich habe nie den Film gesehen. (Jetzt bitte Popcorn werfen.) Trotzdem bedeutet der Song mir die Welt. Es ist nicht nur die Tatsache, dass er unglaublich ins Ohr geht oder dass mein Mann ihn ursprünglich angeschleppt hat. Es ist eine ganz besondere Testpassage, die einige von euch vielleicht auch schon am Ende von Leben im Käfig entdeckt habe.

(An dieser Stelle übrigens ein dickes SEUFZ an die Rechtslage, die es inzwischen so schwierig macht, Songzitate in Druckerzeugnissen zu verwenden. Das ist echt sehr schade. Ich habe einige sehr geile Bands nur dadurch kennengelernt, dass ihre Lyrics in irgendwelchen Büchern auftauchten. Klar, Urheberrecht ist wichtig. Auch mir! Aber so ein Zweizeiler ...)

Hier darf ich jedenfalls. Es gibt in diesem Song folgende Passage: You broke the boy in me, but you won't break the man.

Wie auch immer man sich in diesem Satz vielleicht selbst wiederfindet, ist es insbesondere die Dynamik innerhalb des Songs an dieser Stelle, die für mich den Ausschlag gibt. Der Satz ist eine Kampfansage, ein deutliches Zeichen, eine gezogene Grenze. Es ist ein Aufschrei, der sagt: "Bis hierhin und kein Stück weiter." 

Ich muss in dem Augenblick immer an Andreas denken, der zum ersten Mal seine Eltern konfrontiert und anschließend seinen Lehrer um Hilfe bittet, um endlich Bewegung in seine Lage zu bringen. Einfach, weil der Leidensdruck so groß geworden ist, dass er die Verantwortung für sein Leben übernehmen muss. 

Ja, nun habe ich schon wieder eine Entenpelle. ;) Erwähnte ich schon, dass Musik wirklich viel mit mir macht?